Gute Beispiele für die Digitalisierung sind der Handel  und Dienstleistungssektor. Hier gab es und gibt es wahre Revolutionen durch die Share Economy. So entstanden Unternehmen wie beispielsweise Airbnb oder Uber. Über diesen Weg werden die klassischen Ferienwohnungen oder Hotels wie auch das Taxi infrage gestellt. Möglich machen dies Plattformen, über die Interessenten kommunizieren können. Sie zielen dabei auf Privatleute ab, die gerne etwas Neues erleben wollen. Der Internetflohmarkt eBay stellte nur den Anfang dar. Disruptive Geschäftsmodelle gewinnen an Fahrt.

Möglich macht dies die sogenannte Plattform-Ökonomie, erst sie ermöglicht auch die Verknüpfung von Anbieter und Nachfragern außerhalb des regionalen Umfeldes. Ohne Handelsplattformen gäbe es also auch diese neuen Geschäftsmodelle nicht. Dabei sind die Geschäftsmodelle zunehmend auf das Smartphone ausgerichtet, weniger auf den heimischen PC. Responsives Design ermöglicht es, sich seine Wünsche von vielen Geräten aus zu erfüllen. Neben den Smartphone rücken auch zunehmend die Smartwatches und andere Wearables ins Blickfeld. Die agile Softwareentwicklung hilft dabei, Ordnung in die unterschiedlichen Prozesse zu bringen, und sie ist meist schnell verfügbar, da Entwicklerteams auch in Deutschland bereits das Morgen in der Schublade haben. Diese Schnelligkeit hilft gerade Handelsunternehmen, ihre Marktposition zu sichern, denn nach der Übertragung der Parameter beginnt bereits die Realisierungs- und dann die Testphase. Damit reduziert sich der Zeitraum von der Idee zum leistungsfähigen Softwaretool maßgeblich. Der Unterschied zur herkömmlichen Softwareentwicklung ist groß. Ein Standard bei der klassischen Entwicklung ist das Wasserfallmodell. Bei dieser Methode werden einzelne Phasen identifiziert und festgelegt. Der nächste Schritt beginnt immer mit dem Abschluss der vorherigen Phase. Der Vorteil liegt in der klaren Struktur, Planung und Kontrolle durch diese Methode. Sie funktioniert jedoch nur dann gut, wenn alle Parameter bereits zu Anfang feststehen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Da sich die Entwicklungen mittlerweile rasant vollziehen und sich auch die Anforderungen stetig ändern, würde man mit Methoden der herkömmlichen Softwareentwicklung der Zeit immer hinterherlaufen, da neue Parameter erst in die einzelnen Phasen der Entwicklung integriert werden müssten. Dieser Prozess ist dann langwierig und wenig flexibel, der Softwarekunde könnte nicht schnell mit verwertbaren Ergebnissen rechnen. Vielmehr kommt eine andere Form oder besser Strategie infrage, die dies Problem löst: die agile Softwareentwicklung. Die Idee ist nicht in diesem Jahrtausend geboren. Schon 1999 stellte das Entwicklerteam um Kent Beck mit dem Buch „Extrem Programming“ eine neue Methode auf, mit der die Richtung für agile Softwareentwicklung vorgezeichnet wurde.

Aus der Methode des Extreme Programming wurde schließlich das Prinzip der agilen Softwareentwicklung. Man könnte diesen Prozess auch als Methode bezeichnen, letztendlich wurde von dem Urvater Kent Beck im Jahre 2001 ein Agiles Manifest ins Leben gerufen, bei dem dieses agile Prinzip aufgestellt wurde. Ob man dies nun als Methode oder Prinzip bezeichnen will, hängt auch von den ergriffenen Maßnahmen ab. Agil meint hierbei wirklich flink, denn darum geht es – dem Kunden ein funktionsfähiges Softwaretool anzubieten, das seine Bedürfnisse erfüllt und dies nicht erst in Monaten oder gar Jahren, sondern möglichst schnell. Entscheidend im Entwicklungsprozess ist es, dass sich Anforderungen auch während der Arbeit daran ändern können. Diese Anforderungen können jedoch durch das agile Prinzip oder Methode „flink“ aufgegriffen werden. Eine Umsetzungsmöglichkeit besteht heute durch Scrum. Scrum ist ein Modell, das vorwiegend bei der agilen Softwareentwicklung angewandt wird. Auch die Idee zu diesem Modell ist nicht neu, so beschrieb der Harvard Business Manger die neue Herangehensweise als agilen Rugbyansatz. Also das schnelle Passspiel, sodass große Räume zwischen den Mitspielern schnell überbrückt werden können. Und mit einem Ballspiel hat Scrum tatsächlich zu tun. Mindestens drei, manchmal auch fünf Mitspieler sind auf dem Feld der Product-Owner, der die Anforderungen stellt und diese priorisiert; hinzu kommt der Scrum-Master, der den Entwicklungsprozess managt und gegebenenfalls auch Schwierigkeiten beseitigt sowie das Entwicklerteam, das das gewünschte Software Produkt auch umsetzt. Mitunter ist noch ein Ratgeber oder Beobachter des Entwicklungsprozesses eingebunden. Entscheidend für die Scrum-Technik ist die Stückelung in Arbeitsabschnitte (Task). Wie bei einem Puzzle werden dann ausgehend vom ersten Stein die weiteren Arbeitsschritte eingeleitet und durch den Scrum-Master reguliert. Meetings, die vom Scrum-Master festgelegt sind, dienen dem Austausch der Akteure. Bezeichnet wird der Ablauf auch gerne als inkrementelle Vorgehensweise oder Schritt-für-Schritt-Entwicklung. Der Vorteil von Scrum liegt auf der Unterteilung in einzelne kleinere Arbeitsschritte. Da diese schneller erreicht werden können als größere Arbeitsschritte, beschleunigt sich dadurch der Arbeitsablauf. Mögliche Schwierigkeiten können aufgrund der Kleinteiligkeit auch schneller erkannt und beseitigt werden, es muss nicht am gesamten System ausgebessert werden.